
Puegnago bezieht
den Großteil seines Einkommens aus den verschiedenen Bereichen der
Industrie, darunter die chemische Industrie,
die Textilindustrie, die Lebensmittelindustrie, die Bauindustrie,
die holzverarbeitende und Möbelindustrie und der Mineralabbau.
Puegnago liegt auf einem Bergrücken in einem Moränengelände
an der Südwestküste des Gardasees. Zur Gemeinde gehören
die Fraktionen Castello, Monteacuto, Mura, Palude, S.Quirico und
Raffa; letzterer Ort war bis zum Jahre 1928 eine eigenständige
Gemeinde und hat heute noch eine eigene Pfarrei.
DIE GESCHICHTE
Wie Funde von Überresten einiger Pfahldörfer belegen, die in
der Gegend um die Sogenivo-Seen ausgegraben wurden, war diese Gegend bereits
in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt. Die Geschichte Puegnagos, dessen
Name entweder keltischen (wenn man vom Anhängsel "-ago"
ausgeht) oder aber (bei Ableitung vom Namen "Truvinianum") römischen
Ursprungs ist, steht in direktem Zusammenhang mit der von Salò,
der Gemeinde, der Puegnago bis zum Jahre 1427, als alle Städte und
Ortschaften von Valtenesi unter die Vorherrschaft der
Seerepublik Venedig standen, als Fraktion angehörte.
In jenen Jahren wurde auch Puegnago von der Pest heimgesucht. Nach der
Zeit der Feldzüge Napoleons, die sich auch auf Puegnago ausdehnten,
wurde die Gemeinde ein Teil der Zisalpinischen Republik. In Anschluß
an den Wiener Kongreß wurde Puegnago dem Lombardisch-Venetianischen
Reich angegliedert. Die Bevölkerung kann sich der großen
Solidarität mit den Einwohnern der umliegenden Ortschaften rühmen,
denen sie bei der Schlacht von San Martino beistand,
indem sie den zahlreichen Verletzten Hilfe leistet.
Mit dem Waffenstillstandsabkommen von Villafranca wurde
Puegnago der Stadtverwaltung Turin und der kirchlichen Abhängigkeit
von Verona unterstellt. Auch heute noch gehört der lombardische Teil
von Valtenesi zur Diözese Verona. In der Zeit zwischen 1818 und 1825
waren Puegnago, Soiano und San Felice zu einer Gemeinde
zusammengeschlossen, während Raffa erst im Jahre
1928 an Puegnago angegliedert wurde. Puegnago ist für seine ausgezeichneten
Weine bekannt, darunter vor allem der leichte und elegante Rotwein "Groppello".
Im Rahmen von Initiativen, die sich auf die Aufwertung der ortstypischen
Erzeugnisse beziehen, muß die "Fachmesse für die
Landwirtschaft und das Handwerk von Valtenesi" herausgestellt
werden, die seit 1977 jedes Jahr am Anfang September stattfindet.